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Aktuelles von Ihrem Tierarzt in Villach

Informative Artikel und Neuigkeiten aus unserer Pferde- und Kleintierpraxis

Hier erhalten Sie interessante News und Empfehlungen von Ihrem Tierarzt in Villach-Auen. Wir bieten Ihnen Informationen aus erster Hand. Wenn Sie Fragen zu bestimmten Themen haben, beraten wir Sie gerne in unserer Tierarztpraxis.

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Kurs für Pferdebesitzer: Erste Hilfe für das Pferd

Erste Hilfe Kurs für Pferdebesitzer

Referentin: Dipl. Tzt. Mag. Martina Preissegger-Ilgenfritz

Am 16. Mai fand am Praxisgelände der Ordination Preissegger-Ilgenfritz ein Kurs zum Thema „Erste Hilfe beim Pferd“ statt. In Theorie und Praxis wurden von Martina Preissegger-Ilgenfritz wichtige Informationen im Umgang mit Notfällen bei Pferden vermittelt. Auf Grund der starken Nachfrage und dem positiven Feedback werden von uns auch in Zukunft wieder Kurse für Pferde- als auch Kleintierbesitzer angeboten. Bleiben Sie auf unserer Homepage auf dem Laufenden wegen neuer Kurse!

Harnwegserkrankungen der Katze

In der Praxis werden uns häufig Katzen mit Problemen beim Harnabsatz vorgestellt.
  

Oft werden folgende Symptome beschrieben:

  • Unsauberkeit
  • Pressen auf Urin (auch als Pressen auf Kot fehlinterpretiert)
  • Harndrang
  • blutiger Harn
  • Jammern beim Harnabsatz

Häufige Ursachen dafür sind Blasenentzündungen, Blasensteine oder Harngries.
  

Blasenentzündungen können durch aufsteigende Infektionen über die Harnröhre entstehen. Diese begünstigen die Entstehung von Harngries/-steinen. In rezidivierenden Fällen ist es sinnvoll, eine Kultur und ein Antibiogramm anzulegen, um eine Therapie mit dem geeigneten Antibiotikum einzuleiten. Auch andere immunschwächende Erkrankungen wie FeLV, FIV oder Tumore sowie bestimmte Medikamente können Ursachen für chronische Blasenentzündungen sein.
 

Beim Kater sehen wir meistens Entzündungen der Blase infolge von Harngries, der großteils aus Struvit- und/oder Calciumoxalatkristallen zusammengesetzt ist. Bei hochgradigen Ansammlungen von Gries kann es sogar zum Verschluss der Harnröhre und in weiterer Folge zu einer lebensbedrohenden Situation für das Tier kommen.
 

Wichtig: Ein Kater, der nicht Harn absetzen kann, ist ein Notfall!!
  

Es sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden, um Ihrem Tier einen Harnkatheter zu legen und so den Urinabsatz zu gewährleisten. Weiter ist es wichtig, den Gries durch Blasenspülungen zu vermindern und die Nierenfunktion mittels Blutlabor zu überprüfen. Bei schlechtem Allgemeinbefinden kann ein stationärer Aufenthalt mit Dauertropfinfusion notwendig sein.
  

Bei Katze sowie Kater können auch Blasensteine ursächlich für Probleme beim Harnabsetzen sein. Die Steine könne unterschiedliche Größen, Anzahl und Formen aufweisen. Auch hier kommen großteils Struvit- oder Calciumoxalatsteine vor. Große Steine müssen chirurgisch entfernt werden.
  

Zur Diagnose der jeweiligen Ursache stehen Urinuntersuchungen, Röntgen und Ultraschall zur Verfügung.
 

Auch nach der Behandlung der primären Ursache ist es wichtig, die Harngries- und Blasensteinbildung zu verhindern. Das kann durch geeignete Futtermittel oder Futterzusatzstoffe unterstützt werden.
 

Gerne beraten wir Sie in unserer Praxis.

Schreckgespenst DRUSE

Kaum eine Krankheit polarisiert die Pferdehalter so wie die Druse. Vom auf Grund ihrer langfristigen Folgen gefürchteten Schreckgespenst bis hin zur phlegmatischen "Nur keine Aufregung, das wird schon von selbst wieder"-Mentalität sind alle Abstufungen zu beobachten. Dieser Artikel gibt darüber Aufschluss, was die Druse wirklich ist und was im Verdachts- oder Krankheitsfalle unbedingt zu tun ist.

   

Als Druse wird eine Erkrankung des Pferdes bezeichnet, die in Folge einer Infektion durch das Bakterium Streptococcus equi-equi ausgelöst wird. Die Bakterien besiedeln die Kopflymphknoten und verursachen darin eine starke Eiterbildung (einen sog. Abszess).

 

Sind diese Abszesse reif, brechen sie auf. Je nach befallenem Lymphknoten eröffnet sich der Abszess nach (idealerweise) außen oder nach innen in den Luftsack (= eine Erweiterung der Eustachi-Röhre mit der Funktion des Druckausgleichs).

 

Zu den Leitsymptomen der Druse zählen:

  • Fieber
  • Apathie
  • Fressunlust
  • sowie ein- oder beidseitiger eitriger Nasenausfluss

Eine Schwellung der Ganaschen kann, muss aber nicht vorhanden sein. Ein vermehrt gefüllter Luftsack kann sich in den Rachen vorwölben und die Atmung behindern. Diese Pferde zeigen ein deutliches Atemgeräusch.

 

Der Eiter in den Luftsäcken kann nur während des Schluckens austreten. Das führt dazu, dass bei gesenktem Kopf (bei der Futteraufnahme) Eiter aus den Nasenlöchern ausläuft. Diese Besonderheit sollte bei der Desinfektion der Box berücksichtigt werden. Hochgradig kontaminierte Bereiche sind demnach der Futtertrog, die Tränke und der Raufutterplatz. Der Eiter ist hochinfektiös und weist eine besonders hohe Keimzahl auf. Informieren Sie sich bei Ihrer Tierärztin über eine adäquate Desinfektionsmethode!

 

Ansteckung

 

Die Infektion erfolgt über den eitrigen Nasenausfluss. Die Pferde können sich dabei durch direkten Kontakt (Nase an Nase) oder indirekt (kontaminierte Tröge, Tränken, Eimer, Jacken, Schuhe usw.) anstecken. Die Inkubationszeit (Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit) beträgt ca. 10 Tage. Beim Auftreten der ersten Symptome (hohes Fieber über 39 Grad ist meist das erste Anzeichen) muss das Pferd umgehend isoliert gehalten werden. Verdächtige Tiere sollten mindestens einmal am Tag auf Fieber kontrolliert werden.

 
Therapie

 

Entgegen der teilweise verbreiteten Irrmeinung ist bei einer Druseinfektion eine tierärztliche Therapie unumgänglich! Dabei werden die Luftsäcke mehrmals im Abstand von einigen Tagen endoskopisch gespült. Erst wenn bei zweimaliger Probenentnahme keine Streptococcen (equi-equi) nachweisbar sind, gilt das Tier als drusefrei.

 
Unterlassene Therapie kann zur Bildung von Konkrementen (Eitersteinen) führen. Solche Pferde können noch über mehrere Jahre (!) Drusebakterien ausscheiden, ohne Symptome zu zeigen. Diese "heimlichen Ausscheider“ führen dazu, dass die Druse nach wie vor eine große Bedeutung im Pferdesport und in der Pferdehaltung hat und es immer wieder zu seuchenartigen Ausbrüchen kommt.

Abgesehen von der gesundheitlichen Schädigung des Pferdes sollte sich jeder Pferdebesitzer darüber im Klaren sein, dass aus Rücksicht und Verantwortung gegenüber anderen Pferden eine tierärztliche Behandlung des erkrankten Pferdes unumgänglich ist.

  

Wir beraten Sie in unserer Praxis gerne!

Frühlingszeit – Fohlenzeit

Teil 1: Endspurt der Trächtigkeit
 

Die Trächtigkeit der Stute beträgt 340 +/- 20 Tage. Das bedeutet, dass ein Fohlen ab dem 320. Trächtigkeitstag lebensfähig zur Welt kommen kann.

 

Eine Ausnahme bilden die Araber. Bei dieser Rasse können die Fohlen schon ab dem 300. Tag reif zur Welt kommen.

 

Immer wieder werden wir gefragt, ob die Intaktheit der Trächtigkeit kontrolliert werden kann.

 


Die Trächtigkeit kann negativ beeinflusst werden von:

  • viralen Infektionen
  • bakteriellen Infektionen
  • Zwillingsträchtigkeit
  • Veränderungen am Nabelstamm
  • Traumata (Sturzverletzung oder Schlagverletzung durch ein anderes Tier)

Als Anzeichen für eine gestörte Trächtigkeit können folgende Symptome genannt werden:

  • vorzeitiges Aufeutern und damit verbundener Milchfluss
  • eitriger Ausfluss aus der Scheide
  • kolikartige Symptome
  • Übertragen (länger als ein Jahr)

Die Folgen einer gestörten Trächtigkeit sind das plötzliche Verwerfen, ein Fohlen kommt tot auf die Welt oder es werden lebensschwache Fohlen geboren, die ein paar Tage nach der Geburt verenden.

  

Es stehen uns Möglichkeiten zur Verfügung, die Intaktheit der Trächtigkeit und das Wohlbefinden des ungeborenen Fohlens zu überprüfen. Mit Hilfe moderner Geräte kann von außen (transabdominal) eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden. Circa ab dem 4. Monat der Trächtigkeit kann diese Untersuchung vorgenommen werden. Es werden die Herzaktion, die Fruchthüllen, das Fruchtwasser und die Bewegungen des Fetus beurteilt. Durch das frühzeitige Erkennen einer krankhaften Veränderung kann schnell therapeutisch eingegriffen werden.

 

Eine weitere Unsicherheit von Seiten der Pferedebesitzer betrifft das Impfen und Entwurmen einer trächtigen Stute.

 

Nach neuesten Untersuchungen sollte eine trächtige Stute in den letzten sechs Wochen vor der Geburt weder geimpft noch entwurmt werden. Idealerweise sollte sie kurz vor diesem Zeitraum geimpft werden, um das Fohlen ausreichend mit Antikörpern (Abwehrstoffen) gegen diese Krankheiten (Grippe, Wundstarrkrampf, Herpes) versorgen zu können.

 

Teil 2: Die Geburt

 

Jeder Pferdebesitzer geht von einer unkomplizierten Geburt aus. In der Tat verlaufen laut Statistik ca. 95 % aller Fohlengeburten ohne menschliche Unterstützung. Damit Sie in den dennoch auftretenden Notsituationen helfen können, sollten Sie als Stutenbesitzer über die natürlichen Geburtsabläufe und mögliche Komplikationen Bescheid wissen.

 

Anzeichen für eine bevorstehende Geburt sind:

  • Harztropfen am Euter
  • Unterbauchödem (Flüssigkeitsansammlung am Bauch)
  • Einfallen der Beckenbänder
  • verlängerte Scheide mit vermehrter Fältelung
  • birnenförmiger Bauch

Diese Anzeichen sind individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt und können bereits einige Tage oder erst Stunden vor der Geburt vorhanden sein.

  

Um die Geburt überwachen zu können, stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

 

Eine davon ist der sogenannte Geburtenwächter. Das sind Gurte, welche mittels Brustgurt an der Mutterstute angebracht werden. Sie sind mit Sonden versehen, welche auf vermehrtes Schwitzen oder auf das Niederlegen der Stute in Seitenlage reagieren und Alarm geben. Der Besitzer erhält ein Signal über Funk.

 

Weiters gibt es Sonden, die über die Scheide festgenäht werden. Sie registrieren eine beginnende Geburt und der Besitzer wird über das Handy informiert.

 

Die sicherste (vorausgesetzt, die Stute wird 24 Stunden überwacht) Geburtsüberwachung ist die Beobachtung der Stute über eine Videokamera. Bei dieser Variante wird die Stute nicht durch Personen im Stall gestört und der Besitzer kann die Geburt verfolgen und bei Bedarf eingreifen.

 

Die Geburt beginnt mit der Eröffnungsphase. Diese ist gekennzeichnet durch das Öffnen des Muttermundes, das Einsetzen der Wehen, die Weitung des Geburtsweges und das Eintreten des Fetus in den Geburtsweg.

 

Mit dem Platzen der Fruchtblase beginnt die zweite Phase – das Austreibungsstadium. Diese Phase sollte nicht länger als maximal 30 Minuten dauern. Vergeht mehr Zeit, sollte unverzüglich ein Tierarzt hinzugezogen werden.
  

Jede Geburtsstörung ist ein absoluter Notfall!
 

Gastroskopie beim Pferd

In unserer täglichen Praxis werden uns zunehmend Pferde vorgestellt, die chronische Veränderungen wie Gewichtsverlust, vermindertes, wählerisches Fressverhalten und weitere unspezifische Symptome zeigen. Nach eingehender Besprechung der Symptome mit dem Pferdebesitzer sowie klinischer Untersuchung ergibt sich oftmals die Notwendigkeit einer weiterführenden Abklärung der Veränderungen. Dabei erhärtet sich in vielen Fällen der Verdacht, dass die Ursache im Bereich des Magens liegt.

 

Zur ausführlichen Untersuchung des Magens ist eine Gastroskopie (Magenspiegelung) geeignet. Damit kann eine sichere Diagnose gestellt und der Schweregrad der Veränderungen bestimmt werden. Mit diesem Wissen kann eine exakte, pferdeschonende Medikation und Therapiedauer verordnet und eine schnellstmögliche Genesung des Tieres gewährleistet werden.

   

Untersuchung

Um ideale Verhältnisse zu schaffen, darf der Patient 24 Stunden vor der Gastroskopie kein Futter aufnehmen. Die Gastroskopie wird am stehenden Pferd durchgeführt und ist durch Sedierung für das Tier stressfrei und schmerzlos. Mit unserem modernen, 3 Meter langen Videogastroskop untersuchen wir die Speiseröhre, den Magen und den Anfang des Dünndarms auf pathologische Veränderungen. Gegebenenfalls können mit diesem Gerät auch Biopsien entnommen werden.

   

Symptome

Erwachsenes Pferd:

  • wiederholte Koliken
  • verminderte, wählerische Futteraufnahme
  • Gewichtsverlust
  • Zähneknirschen
  • Wesensveränderung
  • Leistungsminderung
  • Flehmen/Gähnen
  • Mattigkeit
  • weitere unspezifische Symptome

Fohlen:

  • häufiges Liegen in Rückenlage
  • vermindertes Milchsaugen
  • Koliken
  • Durchfall
  • schlechter Ernährungszustand
  • Apathie

   

Ursachen

  • Stress (ausgelöst durch Training, Stall-/Besitzerwechsel, Transport, Krankheit, …)
  • Fütterung (Mangel an Raufutter, zu hohe Kraftfuttergaben)
  • Medikamente (Entzündungshemmer, Schmerzmittel, …)

   

Therapie 

Ein wichtiger Schritt zur schnellen Genesung ist die Optimierung des Futtermanagements. Soweit es möglich ist, muss auch die Ursache der Erkrankung beseitigt werden. Bereits eingetretene Schädigungen der Magenschleimhaut können durch die Gabe spezieller Medikamente bekämpft werden. Gegen Therapieende soll mit einer wiederholten gastroskopischen Untersuchung der Behandlungserfolg kontrolliert werden.

 

Gerne beraten wir Sie in unserer Praxis.

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Mag. Martina Preissegger-Ilgenfritz – Tierarzt Villach